Fertighaus

So läuft der Prozess von der Planung bis zum Einzug ab

Fertighausbau

veröffentlicht am: 07.06.2022

Der Fertighausbau ist ein faszinierender Vorgang. Die Fertighausfirma baut das vollständige Haus in den Fabrikhallen und montiert es beim Kunden nur noch zusammen. Bei der Herstellung kommt unter anderem eine CNC Drehmaschine gebraucht oder neu zum Einsatz. Innerhalb weniger Tage ist der Rohbau erstellt und es beginnt der Innenausbau. Der folgende Artikel erklärt den genauen Ablauf von der Planung bis zum Einzug ins fertige Haus.

Den Plan erstellen

Viele Fertighäuser werden individuell für den Kunden angefertigt. Dazu muss zunächst vom Architekten ein Plan erstellt und vom Auftraggeber bei der Baubehörde eingereicht werden. In einem längeren Gespräch mit den Vertragspartnern werden sämtliche Details besprochen. Dazu sollte man sich ein wenig Zeit lassen, damit alle Familienmitglieder ihre Wünsche äußern können. Der Architekt erstellt dann in wenigen Wochen den Plan.

Das Grundstück vorbereiten

Viele Fertighausfirmen erstellen eine Bodenplatte oder einen Keller. Ist dies nicht im Auftrag enthalten, müssen sich die Auftraggeber selbst darum kümmern. In diesem Fall ein zuverlässiges Bauunternehmen am Ort beauftragen. Bevor das Haus aufgestellt wird, schauen Fachleute der Baufirma das Fundament genau an, ob sämtliche Maße mit denen des Hauses übereinstimmen.

Die Bemusterung

Ein Haus schlüsselfertig kaufen heißt, dass sich die Kunden nicht um Fenster, Bodenbeläge oder Badeinrichtungen kümmern müssen. Meist vereinbaren die Auftraggeber mit der Baufirma einen Termin in einer Bemusterungshalle. Dort können sich die Auftraggeber aussuchen, was sie gerne in ihrem Haus haben möchten. Die Bemusterung dauert mindestens einen Tag. Möglicherweise ist auch eine Übernachtung am Ort notwendig.

Die Anlieferung des Fertighauses

Es dauert einige Wochen, bis die Bettfräsmaschine und andere hochwertige Maschinen das Haus fertigstellen. Es wird auf mehreren Lastwagen zum Kunden geliefert. Das Aufstellen selbst dauert oft nur einen Tag. Danach bauen die Schreiner den Dachstuhl. In modernen Häusern wird auch eine Solaranlage oder eine Photovoltaikanlage installiert. Das ist ein faszinierender Vorgang und sollte unbedingt durch Videos und Fotos festgehalten werden.

Der Innenausbau des Fertighauses

Der Innenausbau dauert einige Wochen. Es werden elektrische Anschlüsse verlegt, das Haus an den Kanal angeschlossen und Sanitäranlagen eingebaut. Danach verlegen die Handwerker den Estrich. Es dauert einige Wochen bis dieser trocken ist. Anschließend erfolgt der restliche Innenausbau, wie das Verlegen der Böden. Die Auftraggeber können sich am Innenausbau beteiligen. Bei den sogenannten Ausbauhäusern erstellt die Firma nur den Rohbau, der Hausbesitzer erledigt den Rest selbst.

Die Bauabnahme

Ist das Haus fertiggestellt, erfolgt die Bauabnahme. Das ist ein wichtiger Termin, denn die Auftraggeber haben jetzt Gelegenheit, Nachbesserungen zu verlangen. Die Abnahme sollte am besten mit einem Sachverständigen durchgeführt werden. Nach erfolgter Abnahme ist der Vertrag durch die Baufirma erfüllt und es beginnt die fünfjährige Gewährleistungsfrist. Normalerweise wird ein Abnahmeprotokoll ausgefüllt, das folgende Angaben enthält:

• Name der Personen, die bei der Abnahme beteiligt sind

• Datum der Abnahme

• Adresse der Baustelle

• Sämtliche Mängel

• Eventuell zweiten Termin zur Abnahme

Erst nach der Bauabnahme plant die Familie den Umzug ins Eigenheim.

Fazit

Der Bau eines Fertighauses ist für die meisten Menschen die umfangreichste Investition ihres Lebens. Ein Fertighaus hat den Vorteil, dass das Bauvorhaben nach einem bewährten Schema abläuft. Der oben dargestellte Vorgang gilt für die meisten Fertighausfirmen, wobei es im Einzelfall Abweichungen geben kann.


Bildquelle(n): AdobeStock_200538756

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