Nürnberger Immobilien Börse
Sicherheit Einbruchschutz für Immobilien

Worauf Eigentümer in Franken achten sollten

veröffentlicht am: 15.01.2026

Die Einbruchstatistik in der Metropolregion Nürnberg zeigt deutlich, dass bestimmte Gebäudebereiche besonders gefährdet sind. Terrassentüren und ebenerdige Fenster bilden die häufigsten Angriffspunkte, da sie oft nur mit einfachen Beschlägen ausgestattet sind. Gerade in den Außenbezirken von Fürth und Erlangen nutzen Täter die Deckung durch Hecken und Büsche.

 

Ältere Bestandsimmobilien in Franken weisen zudem oft veraltete Haustüren mit schwachen Schlössern auf. Kellerfenster und Lichtschächte werden regelmäßig unterschätzt, obwohl sie leicht zugänglich sind. Auch Garagentore ohne moderne Verriegelung stellen ein Risiko dar. Seitentüren, Nebeneingänge und Verbindungstüren zwischen Garage und Wohnbereich geraten ebenfalls leicht in Vergessenheit, obwohl sie häufig einfacher aufgebaut sind als die Haupteingänge. Balkon- und Dachfenster können über Carports, Vordächer oder angrenzende Bäume erreicht werden, was zusätzliche Angriffsflächen eröffnet. Auch Materialermüdung an Rahmen und Beschlägen führt dazu, dass einst robuste Elemente im Laufe der Jahre nachgeben.

 

Bei Mehrfamilienhäusern kommt die Problematik ungesicherter Hauseingänge hinzu. Wenn Bewohner Fremde achtlos ins Gebäude lassen, können Einbrecher ungehindert zu den Wohnungstüren gelangen. Eine umfassende Schwachstellenanalyse durch Fachleute deckt oft überraschende Sicherheitslücken auf.

 

Mechanische Sicherheitslösungen als Basis

Hochwertige mechanische Sicherheitstechnik bildet das Fundament jeden wirksamen Einbruchschutzes. Einbruchhemmende Türen in geprüften Widerstandsklassen verzögern Aufbruchversuche erheblich und schrecken viele Täter bereits ab. Moderne Schließzylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Die Wirkung entfaltet sich nur bei fachgerechter Montage und stabilen Zargen, die das gesamte Türelement tragen.

 

Fenster lassen sich durch aufschraubbare Zusatzsicherungen oder Pilzkopfverriegelungen wirksam schützen. Diese Maßnahmen erschweren das Aufhebeln erheblich. Rollläden aus stabilem Material bieten nicht nur Sichtschutz, sondern auch einen zusätzlichen mechanischen Widerstand. Zusätzlich erhöhen abschließbare Fenstergriffe mit Anbohrschutz den Widerstand gegen schnelles Öffnen.

 

Für Terrassentüren empfehlen sich Querriegelschlösser oder Panzerriegel. Diese massiven Sicherungen verteilen die Kraft eines Aufbruchversuchs über die gesamte Türbreite. Kellerfenster sollten mit Gittern oder massiven Riegeln gesichert werden. Bei der Auswahl der passenden Produkte kommt es auf die baulichen Gegebenheiten und das individuelle Schutzbedürfnis an.

 

Elektronische Überwachung und moderne Technik

Moderne Alarmanlagen ergänzen mechanische Sicherungen optimal und melden Einbruchversuche sofort. Funkbasierte Systeme lassen sich auch nachträglich ohne große Baumaßnahmen installieren. Bewegungsmelder im Innen- und Außenbereich erkennen unbefugte Personen zuverlässig.

 

Videokameras mit Nachtsichtfunktion dokumentieren Vorfälle und wirken präventiv. Smarte Systeme ermöglichen die Überwachung per Smartphone, selbst wenn Sie im Urlaub sind. Die Aufzeichnungen können bei einem Einbruch wichtige Beweise liefern. Wichtig ist eine datenschutzkonforme Ausrichtung der Kameras, sodass nur das eigene Grundstück erfasst wird.

 

Zutrittskontrollen mit Fingerprint oder Transponder erhöhen besonders bei Mehrfamilienhäusern die Sicherheit. Vernetzte Rauchmelder und Wassermelder schützen zusätzlich vor anderen Gefahren. Die Integration verschiedener Komponenten in ein Gesamtsystem ermöglicht eine zentrale Steuerung. Sabotagekontakte an Sensoren und Notstromversorgungen halten das System auch bei unterbrochener Stromzufuhr funktionsfähig. Eine stille Alarmierung an eine Notruf- und Serviceleitstelle kann Reaktionen koordinieren, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Professionelle Anbieter beraten Sie bei der Auswahl der passenden Technik für Ihre Immobilie in Franken.

 

Professionelle Planung von Sicherheitskonzepten

Ein durchdachtes Sicherheitskonzept berücksichtigt alle Aspekte Ihrer Immobilie und Ihrer persönlichen Situation. Die Analyse beginnt mit einer Begehung des Objekts, bei der Schwachstellen systematisch erfasst werden. Dabei spielen auch die Umgebung und die Nachbarschaft eine wichtige Rolle.

 

Die Kombination verschiedener Sicherheitsmaßnahmen schafft mehrere Schutzebenen. Mechanischer Grundschutz wird sinnvoll durch elektronische Komponenten ergänzt. Für die fachgerechte Umsetzung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Experten für Sicherheitstechnik und Gebäudetechnik.

 

Bei der Planung sollten auch zukünftige Anforderungen bedacht werden. Ein modulares System lässt sich bei Bedarf erweitern. Die Investition in qualitativ hochwertige Lösungen zahlt sich langfristig aus. Regelmäßige Wartung und Updates halten Ihre Sicherheitstechnik auf dem neuesten Stand. Viele Versicherungen honorieren professionelle Sicherheitsmaßnahmen mit reduzierten Prämien. Eine Priorisierung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial hilft, Budgets sinnvoll zu verteilen. Dokumentierte Maßnahmen und klare Zuständigkeiten erleichtern die regelmäßige Überprüfung.

 

Verhaltenstipps und organisatorische Maßnahmen

Technische Sicherheit allein reicht nicht aus - das richtige Verhalten spielt eine entscheidende Rolle. Fenster und Türen sollten auch bei kurzer Abwesenheit verschlossen werden. Gekippte Fenster sind für geübte Einbrecher kein Hindernis.

 

Eine aufmerksame Nachbarschaft erhöht die Sicherheit erheblich. Informieren Sie vertrauenswürdige Nachbarn über längere Abwesenheiten. Diese können den Briefkasten leeren und für bewohnt wirkende Verhältnisse sorgen. Zeitschaltuhren für Beleuchtung simulieren Anwesenheit. Namensschilder und Klingeltableaus sollten keine Hinweise auf Abwesenheiten oder Berufsbezeichnungen geben.

 

Soziale Medien bergen Risiken: Urlaubsfotos sollten erst nach der Rückkehr gepostet werden. Wertgegenstände gehören nicht in Sichtweite von Fenstern. Ein Safe schützt wichtige Dokumente und Schmuck zusätzlich. Die Dokumentation von Wertgegenständen mit Fotos erleichtert im Schadensfall die Abwicklung mit der Versicherung. Regelmäßige Sicherheitschecks helfen, neue Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Schlüssel sollten nicht in Außenbereichen versteckt werden, da bekannte Verstecke schnell gefunden werden. Wer Handwerker oder Lieferdienste erwartet, sollte Identitäten prüfen und Unbekannte nicht unbeaufsichtigt durchs Haus gehen lassen.


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