07.08.2018

Sicherheit im Eigenheim: Unfällen durch Stürze konsequent vorbeugen

2015 verletzten sich in Deutschland Schätzungen zufolge rund sieben Millionen Menschen bei einem Unfall zuhause beziehungsweise bei Freizeitaktivitäten. Über 9.800 Personen kamen bei häuslichen Unfällen ums Leben. Gegenüber den Todesopfern im Straßenverkehr sind das mehr als doppelt so viel. Besonders häufig sind Stürze für Verletzungen mit Todesfolge verantwortlich. Wir fassen konkrete Tipps zusammen, womit sich die Sicherheit im Eigenheim optimieren lässt.

Zahlen und Fakten

Laut Todesursachenstatistik des Deutschem Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSH), die auf Daten des Statistischen Bundesamtes basiert, starben in Deutschland 2015 mehr als 8.400 Frauen und Männer an den Folgen eines Sturzes. Besonders häufig sind Senioren ab 65 Jahre betroffen, wie die Zuordnung der Unfallopferzahlen nach Altersgruppen zeigt:


Insgesamt kamen 9.818 Menschen bei einem häuslichen Unfall ums Leben. Somit gehen über 85 Prozent der Opfer im Jahr 2015 auf das Konto eines Sturzes. Weitere Ursachen für waren unter anderem mechanisches Ersticken (347 Tote), Ertrinken (77 Tote), Feuer und Flammen (255 Tote) und Vergiftungen (130 Tote). Zum Vergleich: Im gleichen Jahr starben im deutschen Straßenverkehr 3.459 Menschen. Die Zahlen machen deutlich, wie gefährlich der Alltag teilweise sein kann und dass die Risiken vielerorts unterschätzt werden. Wir haben Tipps arrangiert, womit sich das Zuhause sicherer gestalten lässt. Schließlich ist vorbeugen immer die bessere Option.

Es werde Licht: Beleuchtung für sichere Mobilität in der Nacht

Viele Menschen treibt es nachts aus dem Bett, weil sie beispielsweise zur Toilette müssen oder etwas trinken möchten. Sind Lichtschalter ungünstig montiert, bleibt keine andere Wahl, als stellenweise im Dunkeln zu gehen. Das Risiko für einen Sturz ist groß. Das gilt sowohl für Kinder als auch Erwachsene und Senioren. Für maximale Sicherheit sorgen blendfreie Nachtlichter beziehungsweise sparsame LED-Leuchten, die bei Bewegung automatisch für gute Sicht sorgen. Im Idealfall sind sämtliche Laufwege damit ausgerüstet. Besonders wichtig ist Licht im Treppenhaus. Hier lauert aufgrund der Höhenunterschiede besondere Gefahr. Ein falscher Schritt und der Sturz von der Treppe ist vorprogrammiert. Die Beleuchtung ist bei Dunkelheit ein absolutes Muss zur Unfallverhütung. Die leicht zu montierenden Treppenleuchten bei Ledando, einem Onlineshop für LED Einbau- und Aufbaustrahler, sind als Set inklusive Bewegungsmelder erhältlich. Die Produkte werden in den Lichtfarben warm-weiß und kalt-weiß sowie verschiedenen Designs und Größen verkauft. Die Befestigung erfolgt entweder über Verschraubungen oder Klemmvorrichtungen und erleichtert die schnelle Ausrüstung der Wohnung. Beleuchtete Lichtschalter sind eine gute Ergänzung, um bei Bedarf schnell und ohne „blindes“ Tasten für Licht zu sorgen.

Treppenhäuser sicher gestalten

Im Bereich von Treppen gibt es zahlreiche Gefahrenstellen, die es zu beseitigen gilt. Elementar sind rutschhemmende Beläge auf den Stufen. Liegen beispielsweise Teppiche lediglich lose auf oder stehen ab, kann das schlimme Folgen haben. Zudem ist es sinnvoll die jeweils erste und letzte Stufe auf Treppen farblich hervorzuheben. Ein Kontrast zum Fußboden erleichtert das Begehen. Weitere Tipps für zusätzlich Sicherheit in Treppenhäusern:
  • Treppen immer freihalten! Keine Dekoration, Körbe oder sonstiges auf den Stufen oder im Bereich des Treppenaufgangs sowie Treppenabgangs abstellen!
  • Handläufe sollten selbstverständlich sein, um sich beim Begehen festhalten zu können. Ein Abstand zur Wand von mindestens fünf Zentimeter ist ratsam. Senkrechte Elemente beim Geländer dürfen maximal zwölf Zentimeter Abstand zueinander haben. Ansonsten könnten Kinder hindurchfallen oder gar mit ihrem Kopf stecken bleiben.
  • Am Anfang und Ende von Treppen Lichtschalter anbringen!

Gefährliche Stolperfallen: Läufer, Matten und Teppiche

Textile Wohnaccessoires, darunter Teppiche, Läufer und Matten, machen das Zuhause gemütlich und einladend. Sind sie aber nicht ausreichend fixiert, verwandeln sie sich in Stolperfallen. Mit Antirutsch-Teppichunterlagen, die sich individuell zuschneiden lassen sowie Stufenmatten-Klebeband zum Sichern von Stufen werden die textilen Untergründe zuverlässig befestigt. Im Internetshop Teppichscheune ist praktisches Teppichzubehör für elastische und textile Beläge verfügbar.

Stürze im Badezimmer vermeiden

Im Badezimmer sorgt die Feuchtigkeit für erhöhte Stolpergefahr. Wird ein Bad saniert oder steht eine Renovierung an, kann bereits mit der Wahl der Fliesen Abhilfe geschaffen werden. Mosaikfliesen oder Alternativen mit ähnlich vielen Fugen haben rutschhemmende Eigenschaften. Aber auch anderweitige Bodenbeläge wirken rutschigen Oberflächen entgegen und minimieren das Risiko. Seifenreste und Wasser auf dem Fußboden sollten dennoch schnellstmöglich entfernt werden. Gummimatten in Dusche und Badewanne sind gleichermaßen wichtig. Moderne Sanitärprodukte sind mit einer Beschichtung ausgestattet, welche die Oberflächen trittsicher machen. Zum Beispiel werden raue Quarz-Sand-Mischungen integriert. Auch rutschsichere Griffe zum Festhalten sind im Bereich WC, Wanne und Dusche hilfreich.

Praktische Hilfsmittel für körperlich eingeschränkte Bewohner


Eine Sitzgelegenheit zum Baden, ein Treppenlift zum komfortablen Erreichen sämtlicher Ebenen, eine Sitzerhöhung für die Toilette: Es gibt viele Möglichkeiten, um die Sicherheit im Eigenheim für gesundheitlich eingeschränkte Menschen zu steigern. Viele Hilfsmittel werden mit Zuschüssen gefördert. Besteht beispielsweise ein Pflegegrad und ein Treppenlift würde die häusliche Pflege erleichtern, ist ein Zuschuss von 4.000 Euro pro Person im Rahmen einer „wohnumfeldverbessernden Maßnahme“ denkbar. Weitere Informationen online beim Bundesministerium für Gesundheit.

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