Nürnberger Immobilien Börse
Stuttgart Offene Besichtigung und 3D-Rundgang

Wie ein Immobilienmakler seine Besichtigungen heute organisiert

veröffentlicht am: 28.10.2026

Wer in Stuttgart eine Wohnung oder ein Haus verkauft, erlebt Besichtigungen heute anders als noch vor einigen Jahren. Statt Dutzender Einzeltermine mit unklarer Kaufabsicht setzen erfahrene Makler auf eine klare Abfolge aus virtueller Vorab-Besichtigung, Vorauswahl und offener Erstbesichtigung. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt etwa LINK Immobilien, ein Immobilienmakler Stuttgart mit fünf Filialen in der Region, der seinen Ansatz unter https://www.link-immobilien.info/ ausführlich beschreibt. Dieser Beitrag erklärt, wie die einzelnen Schritte ineinandergreifen und was Eigentümer davon haben.

 

Warum Besichtigungen in Stuttgart heute anders geplant werden

Der Stuttgarter Markt ist von knappem Angebot und hoher Nachfrage geprägt. Auf ein gut präsentiertes Inserat melden sich deshalb oft viele Interessenten, aber nicht alle passen zum Objekt. Wer jede Anfrage einzeln durch das Haus führt, verliert schnell den Überblick und viel Zeit. Besichtigungstourismus ist für Eigentümer einer der größten Stressfaktoren beim Verkauf, vor allem, wenn sie noch selbst in der Immobilie wohnen.

Hinzu kommen Stuttgarter Besonderheiten: Hanglagen, Halbhöhe, enge Straßen im Kessel und wenige Parkplätze machen jeden Vor-Ort-Termin aufwendiger. Gleichzeitig ziehen viele Käufer beruflich in die Region und kennen die Stadtteile noch nicht. Beides spricht dafür, möglichst viel Information schon vor dem ersten Termin zu liefern und die Besichtigungen vor Ort zu bündeln.

 

Der 3D-Rundgang als virtuelle Erstbesichtigung

Am Anfang steht heute die virtuelle Besichtigung. Aussagekräftige Fotos, Grundrisse und eine sorgfältige Beschreibung bilden das Fundament, ergänzt um einen 360-Grad-Rundgang oder ein Video, wo es für das Objekt sinnvoll ist. Interessenten können sich so in Ruhe und gemeinsam mit Partner oder Familie ein Bild von Raumaufteilung, Licht und Zustand machen, ohne dass jemand vor der Tür steht.

Für Eigentümer hat das einen einfachen Effekt: Wer nach dem virtuellen Rundgang noch einen Termin möchte, hat sich bereits intensiv mit der Immobilie beschäftigt. Grundriss passt nicht, Treppenhaus zu steil, Garten zu klein? Solche Ausschlussgründe zeigen sich schon am Bildschirm. LINK Immobilien bietet virtuelle 3D-Besichtigungen inzwischen für neue Bestandsobjekte an und reduziert damit die Zahl unnötiger Termine vor Ort spürbar.

 

Vorauswahl: Wer überhaupt zur Besichtigung eingeladen wird

Eine Besichtigung ist erst dann sinnvoll, wenn Objekt und Interessent grundsätzlich zusammenpassen. Deshalb nimmt der Makler vorab Kontakt auf, beantwortet Fragen und klärt die wichtigsten Punkte. Diese Vorqualifizierung ist der eigentliche Zeitgewinn, denn sie verhindert Termine mit Interessenten, die am Ende ohnehin abspringen. Typischerweise geht es dabei um folgende Fragen:

 

  • Passen Größe, Zimmerzahl und Grundriss zum Bedarf des Haushalts?
  • Hat der Interessent die Lage geprüft, etwa Arbeitsweg, Schulen, Einkauf und Anbindung an Stadtbahn oder S-Bahn?
  • Liegt der Kaufpreis im Rahmen dessen, was finanziell realistisch ist?
  • Wer entscheidet mit, und welche Unterlagen werden vor einem Kauf noch benötigt?

 

Gerade der Blick auf die Lage lohnt sich in Stuttgart besonders. Ob Degerloch, Feuerbach oder Fellbach: Interessenten sollten die Umgebung vor der Besichtigung möglichst zu Fuß erkunden. Wer von weiter weg kommt, kann sich mit Kartendiensten und Straßenansicht zumindest einen ersten Eindruck verschaffen.

 

Die offene Besichtigung: mehrere Interessenten, ein Termin

Ist die Vorauswahl abgeschlossen, folgt die Erstbesichtigung. Viele Makler in der Region führen sie als offene Besichtigung durch: Mehrere vorinformierte Interessenten kommen in einem festen Zeitfenster, meist reichen dafür etwa 1 bis 1,5 Stunden. Jeder hat Gelegenheit, die Räume in Ruhe selbst zu entdecken und Fragen zu stellen.

Der Effekt geht über die Zeitersparnis hinaus. Wer sieht, dass sich auch andere für die Immobilie interessieren, entscheidet sich oft schneller. Die Anwesenheit weiterer Kaufinteressenten kann die Entschlussfreude deutlich fördern, ohne dass jemand Druck aufbauen muss. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die drei Formate im Ablauf ergänzen:

 

  

Der Ablauf in vier Stufen

Zusammengenommen ergibt sich ein Ablauf, bei dem jede Stufe die nächste vorbereitet. Kein Interessent betritt die Immobilie, ohne vorher gut informiert zu sein, und am Ende stehen nur noch wenige, aber ernsthafte Gespräche:

 

  1. Virtuelle Besichtigung mit Fotos, Grundrissen, Beschreibung und, wo sinnvoll, 3D-Rundgang oder Video.
  2. Prüfung der Lage durch den Interessenten, idealerweise vor Ort, ergänzend digital.
  3. Offene Erstbesichtigung mit mehreren vorqualifizierten Interessenten in einem gemeinsamen Zeitfenster.
  4. Zweitbesichtigung mit allen Entscheidern, nachdem die Finanzierung besprochen wurde.

 

Zwischen Erst- und Zweitbesichtigung passiert oft das Entscheidende: Fragen zur Finanzierung werden geklärt, Unterlagen angefordert, manchmal Handwerker oder Architekten für eine Einschätzung hinzugezogen. Parallel prüft der Makler bereits die Bonität der potenziellen Käufer, damit der Verkauf später nicht an der Finanzierung scheitert.

 

Was Eigentümer zur Vorbereitung beitragen können

Auch mit professioneller Begleitung bleibt der Eigentümer ein wichtiger Teil des Prozesses. Die Immobilie wirkt bei Fototermin, 3D-Aufnahme und Besichtigung umso besser, je besser sie vorbereitet ist. Gutes Tageslicht und aufgeräumte Räume machen auf Bildern und vor Ort einen spürbaren Unterschied. Bewährt haben sich vor allem diese Punkte:

  

  • Kleine Reparaturen erledigen, etwa tropfende Wasserhähne oder defekte Leuchtmittel
  • Keller, Dachboden und Garage zugänglich und aufgeräumt halten
  • Wichtige Unterlagen wie Grundriss, Energieausweis und Nachweise über Modernisierungen bereitlegen

 

Ob der Eigentümer bei der offenen Besichtigung selbst anwesend ist, lässt sich individuell absprechen. Viele Verkäufer empfinden es als entlastend, die Führung dem Makler zu überlassen. Interessenten fragen in Abwesenheit des Eigentümers oft offener nach, was die Gespräche für beide Seiten ehrlicher macht.

 

Zweitbesichtigung und der Weg zum Notartermin

Hat bei der Erstbesichtigung alles gepasst, folgt in vielen Fällen eine Zweitbesichtigung. Dabei sollten alle wichtigen Personen anwesend sein, also Partner, gegebenenfalls Eltern oder ein Berater. Meist ist die Kaufentscheidung zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen, und es geht nur noch um Details und Fragen der Abwicklung.

Danach führt der Makler die Preis- und Vertragsverhandlungen, prüft die Finanzierungszusage und koordiniert den Notartermin. Gibt es mehrere Kaufinteressenten, berät er den Eigentümer bei der Auswahl. Auf Wunsch übernimmt er auch die Schlüsselübergabe. So wird aus vielen einzelnen Terminen ein planbarer Prozess, der Eigentümern Zeit und Nerven spart.

  

Häufige Fragen zu Besichtigungen mit einem Immobilienmakler in Stuttgart

Was ist eine offene Besichtigung?

Bei einer offenen Besichtigung besichtigen mehrere vorab informierte Interessenten die Immobilie in einem gemeinsamen Zeitfenster. Das spart dem Eigentümer viele Einzeltermine und gibt jedem Interessenten genug Zeit, sich in Ruhe umzusehen.

 

Wie lange dauert eine offene Besichtigung?

In der Regel genügt ein Zeitfenster von etwa 1 bis 1,5 Stunden. Innerhalb dieses Rahmens kommen die Interessenten zeitlich etwas versetzt und können Fragen direkt vor Ort stellen.

 

Ersetzt ein 3D-Rundgang die Besichtigung vor Ort?

Nein, er ergänzt sie. Der virtuelle Rundgang dient als Vorauswahl und vermittelt Raumgefühl und Grundriss. Die Kaufentscheidung fällt aber fast immer erst nach einer Besichtigung vor Ort.

 

Muss ich als Eigentümer bei der Besichtigung anwesend sein?

Das ist nicht zwingend und lässt sich mit dem Makler absprechen. Viele Eigentümer überlassen die Führung bewusst dem Makler, weil Interessenten dann offener fragen und der Termin sachlicher abläuft.

 

Wann findet die Zweitbesichtigung statt?

Die Zweitbesichtigung folgt, wenn die Erstbesichtigung überzeugt hat und die Finanzierung besprochen wurde. Dabei sollten alle Entscheider anwesend sein, denn meist geht es dann nur noch um Details und die Abwicklung.


Bildquelle(n): Titelbild: magnific.com