Veranstaltung

Vom 1. Juli bis 24. August 2022 in der Ehrenhalle | Stadtarchiv Nürnberg

Ausstellung zu den Eingemeindungen 1971/72

veröffentlicht am: 17.06.2022

Die Schau in der Ehrenhalle des Rathauses Wolffscher Bau, Rathausplatz 2, die durch eine Präsentation originaler Unterlagen im kleinen Foyer des Stadtarchivs Nürnberg, Marientorgraben 8, ergänzt wird, rückt die einst selbstständigen Gemeinden in den Mittelpunkt und blickt auf die Geschehnisse in den Jahren 1971 und 1972 zurück.

Der Zutritt zu beiden Ausstellungen ist frei.

Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre kam es in den Bundesländern zu Gebietsreformen, die umfassende Veränderungen auf lokaler Ebene nach sich zogen.

In Bayern fand die Gebietsreformzwischen 1969 und 1978 statt und sollte die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffene und bis 1969 nahezu unverändert gebliebene Verwaltungsstruktur modernisieren.

Mit dem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit vom 12. Juli 1966 wurde der rechtliche Rahmen für das Vorhaben gesetzt und in der Regierungserklärung vom 25. Januar 1967 zur wichtigsten innenpolitischen Aufgabe bestimmt.

Am 27. Dezember 1971 trat die Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte in Kraft, die am 1. Juli 1972 umgesetzt wurde.

Die Eingemeindung stellte einen langwierigen, von heftigen Diskussionen begleiteten Prozess dar. Dabei fand der Wunsch der Stadt Nürnberg nach Eingliederung von zunächst 24 Gemeinden aus dem Umland keineswegs den einhelligen Beifall der betroffenen Gemeinden. Vor allem in Schwaig und in Fischbach setzte ein erbitterter Widerstand gegen die Pläne ein, der für Schwaig erfolgreich lief.

Mit dem 1. Juli 1972 wurden schließlich die bislang selbstständigen Gemeinden Boxdorf, Neunhof, Großgründlach im Norden, Fischbach, Brunn und der Ortsteil Freiland im Osten sowie Katzwang, Kornburg, Worzeldorf und der Ortsteil Holzheim im Süden zu neuen Stadteilen Nürnbergs.

Für Nürnberg war die am 1. Juli 1972 vollzogenen Eingemeindungen die bedeutendste Gebietserweiterung seit 1896. Das Stadtgebiet vergrößerte sich von 13 719 Hektar Fläche auf 18 307 Hektar und damit um 28,6 Prozent. Auch die Einwohnerzahl erhöhte sich beträchtlich von 479 764 auf 513 464 Personen und überschritt damit die Halbmillionenmarke.

Die Ausstellung in der Ehrenhalle ist geöffnet von Montag bis Freitag von 8.30 bis 17.30 Uhr (Öffnungszeiten auf Vorbehalt wegen Veranstaltungen in der Ehrenhalle. Zwischen dem 19. und 25. Juli ist die Ausstellungwegen der Vorbereitungen zum Rathaus-Clubbing nur schwer und in Teilen zugänglich. Änderungen der Öffnungszeiten sind unter www.stadtarchiv.nuernberg.de ersichtlich.).

Die Präsentation im kleinen Foyer des Stadtarchivs ist geöffnet Montag, Mittwoch, Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 18 Uhr und Freitag von 8.30 bis 16 Uhr.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband, der im Lesesaal des Stadtarchivs erworben werden kann.        alf


Bildquelle(n): Pixabay

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