27.06.2017

Wohnimmobilien-Marktbericht für Nürnberg – Fürth – Erlangen

Das Städtedreieck Nürnberg – Fürth – Erlangen verfügt über eine Vielzahl von Standortqualitäten. Durch die zentrale Lage in Deutschland mit guter Verkehrsanbindung, dem breiten Spektrum an Bildungseinrichtungen sowie vergleichsweise günstigen Lebenshaltungskosten zählt die Region zu den demografischen und ökonomischen Wachstumsregionen. Das spiegelt sich auch auf dem Wohnungsmarkt wieder. 

„Angesichts historisch niedriger Zinsen und verstärkter Zuzüge in der Region, sehen wir bei Privatkunden eine große Nachfrage nach Wohnimmobilien zur Eigennutzung, aber auch als Kapitalanlage“, sagt Detlef Schirm, Regionalbereichsleiter der HypoVereinsbank. Zwar hat die Bautätigkeit deutlich zugelegt, allerdings nicht im selben Maße wie die Nachfrage. Folglich steigt in allen drei Städten das Miet- und Preisniveau nunmehr das sechste Jahr in Folgen stark an. Einen großen Einfluss hat auch der weiterhin große Anlagewunsch in Immobilien auf Grund fehlender Investmentalternativen. Die HypoVereinsbank verzeichnet demnach auch im kommerziellen Immobiliengeschäft eine zunehmende Kundennachfrage.

Der Wohnungsneubau in der Stadt Nürnberg hat bei weitem nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt gehalten. Der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien steht trotz verstärkter Bautätigkeit nach wie vor ein begrenztes Angebot gegenüber. Dies führte in allen Segmenten zu starken Preis- und Mietsteigerungen. Das im Vergleich zu den Nachbarstädten etwas günstigere Preis- und Mietniveau macht Fürth als Wohnort zunehmend attraktiv. Dadurch ist die Nachfrage nach Wohnraum anhaltend hoch und es wird vermehrt neu gebaut. In der Universitätsstadt Erlangen spiegelt sich die große Zahl an hoch qualifizierten Beschäft igen in einer weit überdurchschnittlichen Kaufkraft wider. Dementsprechend belebt zeigt sich auch der Wohnungsmarkt, mit einem in den letzten Jahren deutlich angestiegen Miet- und Preisniveau. Eine große und auch für Investoren interessante Nachfragegruppe sind zudem die rund 30 000 Studenten.

Perspektiven

Verlängerte Vermarktungszeiten bei Neubauwohnungen können als erste Anzeichen für ein Ende des starken Preisanstiegs gewertet werden. Deutliche Preisrückgänge sind jedoch nicht zu erwarten. Mit verschiedenen großen Entwicklungsgebieten verfügt die Stadt Nürnberg über ausreichend Flächenreserven für den Wohnungsbau, so dass eine gute Wohnraumversorgung möglich ist. Die Umsetzung bedarf jedoch Zeit, weshalb der Angebotsengpass zunächst weiter bestehen wird.  

In Erlangen liegt der Schwerpunkt im Wohnungsbau auf Grund des Mangels an größeren Neubauflächen bei der Umnutzung von innerstädtischen Brachflächen und der Mobilisierung von vorhandenen Baugrundstücken. Der geplante Wohnungsbau wird allerdings erst mittelfristig zu einer Entspannung führen. Auch Fürth wird in Zukunft seine Qualitäten als Wohnstandort weiter ausbauen. Die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens wird demnach ebenfalls mit Einwohnerwachstum und zunehmender Nachfrage nach Wohnraum rechnen müssen. 

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Bildquelle: www.hvb.de/home