10.07.2017

Einliegerwohnung: Vor- und Nachteile bedenken

Mit einer Einliegerwohnung lässt sich endlich der Traum vom Mehrgenerationenhaus wahr machen. Doch mit der Zwei-in-Eins-Lösung winken nicht nur Vorteile. Worüber Immobilienkäufer und Häuslebauer sich im Vorhinein unbedingt Gedanken machen sollten, erklären wir hier.

Mieter und Vermieter unter einem Dach


Als Einliegerwohnungen werden separate Wohnungen im Eigenheim bezeichnet. Als abgeschlossen gilt die Einliegerwohnung, wenn sie über einen eigenen Eingang sowie Küche und Badezimmer verfügt und von der restlichen Immobilie abgetrennt ist. Doch selbst dann müssen Eigentümer sich bewusst sein: Wenn Mieter und Vermieter unter einem Dach wohnen, leidet unter Umständen die Privatsphäre. Insbesondere wenn nicht die Familienmitglieder sondern Fremde in die Einliegerwohnung ziehen, kann es zu Spannungen kommen.

Konfliktpotenzial durch klare Regelungen eindämmen


Wichtig ist deshalb, das Mietverhältnis genau abzustecken: Wer kümmert sich in welchem Umfang um was? Viele Mieter einer Einliegerwohnung freuen sich beispielsweise über den vorhandenen Garten. Vermieter müssen vorab klären, inwiefern das Grün gemeinschaftlich genutzt wird und wer sich um die Pflege kümmert. Gleiches gilt für Treppenhaus und Waschkeller, falls vorhanden.

Ein weiterer möglicher Streitpunkt sind die Betriebskosten. Idealerweise werden Strom, Gas und Wasser getrennt für beide Wohnungen abgerechnet. Möglich ist auch eine Trennung der Abfallentsorgung. Durch klare Voraussetzungen kann es gar nicht erst zu Konflikten kommen.

Soziale und finanzielle Vorteile


Eine Einliegerwohnung zu vermieten, bietet auch Vorteile. Wenn die eigene Familie, etwa die erwachsen gewordenen Kinder oder die Eltern, in die Einliegerwohnung ziehen, ist Hilfe immer in Reichweite. Auch eine Vollzeit-Pflegekraft kann eine Einliegerwohnung beziehen, wenn der vorhandene Wohnraum für den pflegebedürftigen Senioren ohnehin zu groß geworden ist.

Beim Bau oder Umbau des Eigenheims zur Zwei-Wohnungen-Lösung werden Eigentümern zudem steuerliche Begünstigungen zuteil. Wie auf dieser Webseite beschrieben, können beispielsweise Kosten für Reparaturen, Gartengestaltung sowie Bauzinsen von der Steuer abgesetzt werden. Sowohl die Errichtung als auch die Instandhaltung einer Einliegerwohnung können also steuerlich geltend gemacht werden. So bieten nicht nur die regelmäßigen Mieteinnahmen durch die Einliegerwohnung finanzielle Vorteile.

Bildquelle: Fotolia © Eisenhans